SHISHI CHÉRIE & SOROSE BEI DER VOX SENDUNG DIE HÖHLE DER LÖWEN

ZU GAST BEI DEN LÖWEN

HINTER DEN KULISSEN VON DEUTSCHLANDS
BELIEBTESTER GRÜNDERSHOW
Normalerweise geht es in der Shishi Chérie Beauty Lounge um Pflegetipps und Insights rund um unsere Produkte. Aus aktuellem Anlass machen wir heute eine Ausnahme. Unsere Chefredakteurin Lea überlässt mir den Platz und ich nehme euch mit hinter die Kulissen von „Die Höhle der Löwen“, Deutschlands beliebtester Gründershow. Unsere Kunden kennen uns bereits, aber für alle, die uns zum ersten Mal sehen, wollen wir uns kurz vorstellen. Ich heisse Lucy und zusammen mit meinem Ehemann Peter sind wir Gründer und Geschäftsführer unserer Firma. 2015 haben wir Shishi Chérie gelauncht. Seitdem durften wir vielen Frauen ein Teil der asiatischen Pflegekultur näher bringen und sie dafür begeistern. In diesen 5 Jahren haben wir das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Inzwischen sind wir selbst in der Kosmetikherstellung und Markenentwicklung mit unserer Marke SOROSE tätig. So kam es auch zu der Teilnahme an der Sendung. Aus Unternehmersicht kann man viel dazu sagen, doch es gibt auch eine andere Seite - die persönliche.

DIE ANFRAGE

Als die Anfrage von Sony Pictures kam, waren wir sehr überrascht. Die Show kannten wir und dachten, dass man sich immer selber bewerben muss. Nachdem wir festgestellt haben, dass die Anfrage echt ist, waren wir natürlich geehrt und erfreut. Wenn man ein Unternehmen eigenständig aufgebaut hat und organisch gewachsen ist, kann das Know How eines erfahrenen Investors lange Wege stark verkürzen. Dass wir teilnehmen, stand ausser Frage. Doch ein Aber gibt es immer. Die Zusage musste sehr schnell erfolgen, nach dem Motto „Take it or leave it“. Wir hatten Bedenken, ob wir uns so kurzfristig und aufgrund der Herausforderungen im Tagesgeschäft überhaupt auf die Sendung vorbereiten können. Und da war (und ist noch) Corona - dieses winzige Virus, dass auf sämtliche Prozesse in unserem Unternehmen einen riesigen Impact hat. Letztendlich haben wir zugesagt mit der Überzeugung, dass wir schon wesentlich größere Herausforderungen gemeistert haben. Wir haben schon etliche Vorträge in Europa & Asien gehalten und viele Interviews gegeben. Das dürfte doch nicht so schwer sein. Schneller als gedacht wurden wir eines Besseren belehrt. Ein TV Auftritt ist etwas für sich.

DIE VORBEREITUNGEN

Wer jetzt denkt, dass eine Anfrage zur Teilnahme an "Die Höhle der Löwen" das direkte Ticket ins Studio ist, hat sich getäuscht. Wir mussten zunächst einmal ein Bewerbungsvideo sowie viele weitere Unterlagen einreichen und auf die finale Entscheidung von VOX warten. Dieser Prozess hat sich als ein Full Time Job herausgestellt. Die Unterlagen auszufüllen ging recht flott. Das Bewerbungsvideo hingegen war für uns eine ziemliche Hürde. Abgesehen davon, dass wir nach Drehbuch vorgegangen sind, um keine wichtigen Details in der Präsentation zu vergessen, bin ich sehr kamerascheu und mag es überhaupt nicht, gefilmt oder fotografiert zu werden. Nach den ersten Versuchen hat mich Peter (leicht genervt) gefragt: „Falls wir es doch zu den Aufnahmen schaffen, wie willst du den Pitch durchziehen, wenn du dich bereits bei einem einfachen Video so schwer tust?! “. 8 Stunden und 6 Tassen Kaffee später habe ich es irgendwie geschafft. Alles im Kasten. War das gut? Wird es reichen? Wenn man sich die Show anschaut, sehen manche Kandidaten bereits bei den Bewerbungsvideos so routiniert aus, als ob sie das schon immer gemacht hätten. Und wir? Fragen über Fragen... Doch der Arbeitsalltag ließ nicht zu, sich damit den Kopf zu zerbrechen. Wegen Corona mussten sämtliche Abläufe im Unternehmen anders gestaltet und kurzfristige Änderungen gemacht werden. In solchen Zeiten hat man als Geschäftsführer ausschließlich für seine Kunden, sein Team und seine Lieferanten da zu sein. Von Montag bis Sonntag. Im Vergleich zum ganzen Drumherum mit dem Video und den Unterlagen, erschien mir meine tägliche Arbeit wie eine Oase. Ja, ich bin ein Nerd, der gerne im Hintergrund koordiniert, tüftelt und sich liebend gern um alles kümmert. Peter ist zum Glück da ein bisschen anders, denn meine Zurückhaltung ist aus Business Sicht nicht immer von Vorteil.

ZWEI SEHR VERRÜCKTE WOCHEN

Als Peter mir die frohe Botschaft verkündete, dass wir die finale Zusage von VOX erhalten haben, wusste ich, dass es kein Zurück mehr gibt. Die Aufnahmen würden in weniger als zwei Wochen stattfinden. Meine Kameraphobie musste bei Seite gestellt werden, denn eine Teilnahme würde viele Vorteile mit sich bringen. Natürlich geht es um die Bekanntheit, natürlich geht es darum, das eigene Unternehmen auf den nächsten Level zu hieven, aber es geht eben auch um etwas anderes. Ein Unternehmen gehört nur auf Papier den Gründern. In Wahrheit ist es ein lebendiger Organismus, der aus vielen Zellen besteht. Jeder Kunde, jeder Mitarbeiter, jeder Lieferant, jeder Dienstleister ist Teil davon. Peter und ich sind nur die, die das nach aussen tragen. Wenn wir uns ordentlich anstellen, würden in dem Fall über 50 andere Unternehmen von den Vorteilen profitieren. Wenn wir uns ordentlich anstellen, werden noch mehr Frauen diese wunderbaren Produkte, die auch in meinem Bad stehen, kennenlernen. Also Go! Der Pitch musste nach bestimmten Vorgaben geschrieben werden, es gab ein Hin und Her, viele Änderungen. Wir haben uns intensiv mit den vergangenen Staffeln der Sendung beschäftigt, uns gegenseitig abgefragt, diskutiert. So oft es nur ging, waren wir in den Alpen wandern - das ist für uns der Ort, wo die meisten Ideen entstehen und wir am besten Kraft tanken. Es gab täglich so viele kleine Hürden, dass unser Nervenkostüm schnell dünner wurde. Wenn ich alle Beispiele nennen würde, könnte dieser Beitrag zu einem ganzen Buch werden. Angefangen bei der Unsicherheit, ob die geplante Aufzeichnung tatsächlich stattfinden wird. Warum? Ein Krankheitsfall in der Kette - keine Aufnahmen. Erst 36 Stunden vor dem geplanten Termin wurde das OK gegeben. Zudem hatten wir aufgrund der Kurzfristigkeit nicht wirklich die Möglichkeit, das Set so zu gestalten, wie wir es normalerweise gestalten würden. Also mussten wir improvisieren. Zum Glück hat uns das Team vor Ort sehr gut unterstützt und innerhalb kürzester Zeit etwas Passendes gezaubert.

DIE FAHRT

Gleich nach der Aufzeichnungsbestätigung setzten wir uns ins Auto und fuhren nach Köln. Dort finden die Aufzeichnungen statt. Im Gepäck - über 100 Flaschen SOROSE für das Set, die Muster für die Löwen und jede Menge Gedanken. Die erste Raststätte, an der wir anhielten, diente als Videokonferenzraum. Das Team von Sony Pictures überlässt nichts dem Zufall und so mussten wir den Pitch vorpräsentieren. Also suchten wir uns eine ruhige Ecke und fingen an zu rezitieren. Zwischen Pommesgeruch und neugierigen Zuschauern. Es wurde fast immer geflüstert. Diese Vorpräsentation lief nicht besonders gut. Vor allem ich wurde dringend darauf hingewiesen, dass ich noch etwas künstlich wirke. Dabei war die Dame von Sony Pictures noch sehr nett. Eigentlich war ich ziemlich tollpatschig, aber wir hatten wir ja noch ein paar Stunden im Auto zum üben. Gut, dass Peter deutlich besser mit der Situation klar kam. Das ist der Vorteil, wenn man sowohl privat, als auch beruflich gemeinsame Wege geht - in komplizierten Situationen kann der eine den anderen aufwecken und motivieren. Kein Durchdrehen hieß es auch kurze Zeit später, als wir mitten in einer Totalsperre auf der A8 standen. Unsere Fahrt verzögerte sich dadurch um weitere 3 Stunden. Als wir in Köln ankamen, war es spät. Sehr spät. Aus unserem Hotelzimmer blickte ich auf den nächtlichen Rhein. Eine unendliche Ruhe, eine vollkommene Stille, die mich schnell wieder zentriert hat.

DIE AUFZEICHNUNG

Das Team von Sony Pictures empfing uns sehr herzlich. Wir wurden nochmal gebrieft, sämtliche Checks fanden statt und dabei wurde immer darauf geachtet, dass man nicht zufällig einem der Investoren auf dem Studiogelände über den Weg läuft. Generell waren die Themen „Vertraulichkeit“ und „Wahrung des Überraschungseffektes“ ab dem Tag der Einladung enorm wichtig. Ein authentisches Bild von den Teilnehmern und von den Löwen ist eines der wichtigsten Gebote für die Show. Na ja - als normaler Mensch ist es sowieso unmöglich in so einer Situation zu schauspielern. Ungefähr eine Stunde vor dem Pitch fingen die Aufnahmen für dass sog. Vorstudio an. Das ist der Teil, in dem Amiaz (Moderator der Sendung) mit den Teilnehmern spricht. Und das ist auch der Teil, ab dem meine Erinnerungen verblassen. Ich weiss nur, dass Peter das Wort übernahm. Ich war in einer Art „Schockzustand“ wegen den ganzen Lichtern, Kameras und Anweisungen. Dazu mussten alle auf die Abstandsregeln achten, was die Aufnahmen verkompliziert hat. Als es vorbei war, durften wir kurz zum Set. Einen finalen Blick darauf werfen und kleine Anpassungen sind gestattet und da griff ich beherzt zu. „Stooooooop! Nicht anfassen! Das wurde alles desinfiziert! Sagen Sie uns, welche Änderungswünsche Sie haben und wir werden die Anpassungen machen. Hier wird nur mit Handschuhen angefasst.“ Im Eifer des Gefechts habe ich die Regeln vergessen. Das Set zu desinfizieren hat bestimmt mindestens eine halbe Stunde gedauert. Nach ein paar weiteren Anweisungen verließen wir das Studio. Ab dem Moment warteten wir vor dem goldenen DHDL Tor, um eintreten zu dürfen. „Lucy, Peter, ihr werdet in Kürze gerufen.“. Mikrofon - Check. Make-up - Check. Outfit - Check. Klotz im Magen - Check. „Und jetzt rein mit euch“.

DER AUFTRITT

Was haben wir verzapft? Natürlich kennen wir den Ausgang, aber wie genau die Diskussion mit den Löwen verlief, wissen wir nicht mehr. Erinnerungen haben wir kaum. Man sagt, dass man unter Stress wie ein Automat funktioniert. Es sei normal, sich nicht zu erinnern. Am 12. Oktober um 20.15 Uhr werden wir den Fernseher einschalten und uns die Sendung anschauen. An einer Sache kann ich mich dennoch erinnern. Auf der Rückfahrt gab es keine Staus.
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