Akne bei Erwachsenen / Spätakne

AKNE BEI ERWACHSENEN

WARUM ENTSTEHT SPÄTAKNE, WAS MAN DAGEGEN
TUN KANN UND WIE DIE RICHTIGE PFLEGE AUSSIEHT
Wer meint, mit 30 würde man sich nur noch über die eigenen Falten ärgern, der irrt. Unreine Haut haben leider nicht nur pubertierende Teenies. Die sogenannte Spätakne (Acne Tarda) tritt bei Erwachsenen meistens zwischen 25 und 40 Jahren auf. Pickel, Mitesser & Co können entweder von der normalen Teenager-Akne in die Erwachsenen-Akne übergehen oder sich erstmals im Erwachsenenalter sehen lassen. Die lästigen Hautunreinheiten zeigen sich meist an Körperstellen, an denen besonders viele Talgdrüsen sitzen: Im Gesicht in der T-Zone, im unteren Kinn- und Wangenbereich, aber auch auf dem Rücken und den Schultern. Ist dort nicht nur ab und zu – vielleicht im Zusammenhang mit der Menstruation – ein Pickelchen zusehen, sondern fortwährend rötliche Entzündungen, Pickel, Mitesser und eine ölige, großporige Haut, spricht man von einer Acne Tarda. Zusätzlich zu Hautunreinheiten bilden sich häufig heftige Pusteln, die meistens von einem Profi behandelt werden müssen. Selbst ausdrücken ist absolutes Gift und verschlimmert das Problem meistens. Der Unterschied von der Erwachsenen-Akne zur Teenie-Variante ist, dass in jungen Jahren die Haut an der Stirn eher trocken als fettig ist und die Unreinheiten nach der Pubertät meist wie von selbst verschwinden.

WARUM ENTSTEHT SPÄTAKNE?

Wer sich nun fragt, woher denn die Spätakne kommt und was die Ursachen oder der Auslöser für die unerwünschten Pickel im Erwachsenenalter sind, sollte wissen: Eine erhöhte Talgdrüsenaktivität sowie hormonelle Veränderungen, wie z. B. das Absetzen der Antibabypille, gelten als häufige Gründe für die Entstehung von Akne. Grundsätzlich sollten zyklusbedingte Hautprobleme aber nicht unterschätzt werden. In der sogenannten Lutealphase (circa 19. bis 28. Tag) des Zyklus können Pickel regelrecht blühen. Warum? Der hohe Progesteronspiegel zu Beginn der Phase regt die Talgdrüsen an, mehr Fett zu produzieren. Kommt dann die leicht erhöhte Körpertemperatur dazu, ist der perfekte Nährboden für Pickel geschaffen. Durch den folgenden Abfall des Hormonspiegels gerät die Haut aus dem Gleichgewicht, wodurch die Schutzfunktion der Haut gegenüber Bakterien & Co sinkt. Das heißt: Pickel haben jetzt leichtes Spiel. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor ist Stress. Ein hektischer und von Zeitnot geprägter Alltag begünstigt, dass männliche Hormone, Cortisol und Adrenalin vom Körper im Übermaß ausgeschüttet werden – das fördert die Entstehung von entzündlichen Prozessen.
Auch eine ungesunde Ernährung trägt deutlich zum Erscheinungsbild der Haut bei. Zu verstehen ist, dass Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index wie Cornflakes, Weißbrot und Honig den Insulinspiegel am Anschlag halten. Das triggert die Haut, noch mehr Talg zu produzieren, wodurch Akne gefördert wird. Auch Milchprodukte sollen durch die tierischen Proteine die Entzündungswerte im Körper in die Höhe treiben. Sogar eine falsche Hautpflege mit eventuell zu aggressiven Anti-Pickel-Produkten können die Hautbarriere zerstören und so Akne auslösen und verstärken. Ein Besuch beim Dermatologen kann genaueren Aufschluss darüber geben, welche Umstände die Spätakne ausgelöst haben.

DIE RICHTIGE PFLEGE

Das Wichtigste zuerst: Nicht selbst ausdrücken, das macht alles nur noch schlimmer. Die Haut ist ohnehin gereizt – was sie jetzt braucht, ist eine sanfte Reinigung. Statt zu einem Cleansing Oil oder Balsam greift lieber zu einem ph-neutralen Schaum, einem Mousse oder einer Gesichtsseife. Danach ist ein Toner mit antibakteriellen Wirkstoffen wie z. B. Rosendestillat, Grüntee oder Fruchtsäuren optimal. Auch Reinigungsmasken (auch als Detoxmasken bekannt) mit Aktivkohle und/oder Tonerde sind eine gute Idee. Extrem wichtig bei der Reinigung ist, morgens und abends zuerst einen Reiniger und dann ein Gesichtstoner anzuwenden. Regelmäßig!

DAS A & O DER REINIGUNG

PEELING? JA, ABER NICHT ABRASIV.

Als Peeling könnt Ihr – je nach Schweregrad der Akne – ein bis zwei Mal pro Woche ein Peeling mit AHA- oder BHA-Säuren benutzen, um Verhornungen zu lösen und das Erscheinungsbild von Pickelmalen und Narben aufzuhellen.

DIE BASISPFLEGE - SERUM & CREME SINNVOLL KOMBINIEREN

Für die Pflege der Haut sollten die Produkte mild, entfettend, beruhigend und feuchtigkeitsspendend sein. Wirkstoffe wie Allantoin, Bisabolol, Niacinamid, Hyaluronsäure und Tigergras sind optimal. Achtet darauf, dass Eure Seren und Cremes nicht zu reichhaltig und fettig sind.

DIE ALTERNATIVEN ZUR CREME

Gele auf Wasserbasis sind eine noch bessere Wahl - diese sollten als Gesichtscreme-Ersatz mit einem Serum darunter angewendet werden. Wer ein Öl benutzen möchte, kann es mit Ölen auf Karottenbasis probieren.

DAS SOLLTE MAN NICHT TUN

Tabu ist übrigens alles, was die Poren verstopft. Zudem sollten Betroffene darauf achten, dass keine komedogenen Inhaltsstoffe bei entzündlicher Haut verwendet werden. Sie fördern die Entstehung von Pickeln. Komedogen sind z. B. Lanolin, Paraffin, Kakaobutter, Isohexadecane, Kokosnuss-, Oliven- und Erdnussöl. Grundsätzlich gilt ebenfalls: Je weniger Emulgatoren und Konservierungsstoffe enthalten sind, desto besser. Wohltuend und beruhigend für die Haut sind Gesichtsmasken mit Zink, Kieselerde oder medizinischer Hefe, da sie das Wachstum verschiedener Keime und Bakterien hemmen und Euer Hautbild reiner und frischer aussehen lassen.
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